Inhalt
Liste mit 17 Einträgen: [ Überspringen ]Vorspann: Hauptteil: Anhänge: Verzeichnisse:
Website
5.3 Änderungen 1998
Im Zuge der 1995 beschlossenen Rechtschreibreform kommt das Eszett
in der deutschen Schriftsprache erheblich weniger oft vor. Deshalb
wurde das bis 1971 – in der Schweiz immer – verwendete
Doppel-s-Zeichen
^
(Punkte 2, 3, 4 und 6) wieder eingeführt
(s. „Lautgruppenkürzungen“). In den Fällen, in denen noch ein Eszett verwendet
wird, ist seine Bedeutung durch den vorangestellten Punkt 6 aufzuheben
(s. „Lautgruppenkürzungen“). Durch diese Regelung konnte
auch die Kürzung für „dessen“
d^
wieder aufgenommen werden
(s. „Zweiformige Kürzungen“).
Bei Texten in reformierter Rechtschreibung stehen die Kürzungen
,l
und
,m
nur noch für „lass“ und „müss“;
w^
bedeutet jetzt
nur noch „wiss“; die Kürzung
ws
entfällt.
Die Kürzungen für „-jenig“ und „-selb“ (der Strich steht für den Artikel) wurden ersatzlos gestrichen.
Das alleinstehende
^
bedeutet bei Texten in reformierter Rechtschreibung
„dass“.
Die Nachsilben „mal“ und „wärts“ dürfen bei Substantiven, auch in Zusammensetzungen, verwendet werden (s. 4.2.2 „Nachsilbenkürzungen, a)“).
Einformige Wortkürzungen, denen Punkt 2 oder 5 folgt, sind auch am Wortanfang anzukündigen.
Einschübe und Hervorhebungen
(s. „Groß- und Kleinschreibung“,
„Hervorhebungen“,
„Fremdsprachliche Einschübe“,
„Mathematische Zeichen und Einschübe“,
„Einschübe in Computer-Braille“,
„Einschübe in Basis- oder Vollschrift“) wurden neu
geregelt. Sie werden einheitlich mit '. (Punkte 6 sowie 3) abgeschlossen.
Die Behandlung der verschiedenen Striche ist im Kapitel 2.5 neu geregelt und ergänzt.
Neu aufgenommen wurden
- drei neue Zeichen aus der EDV und die Möglichkeit einer 6-Punkt-Darstellung der 8-Punkte-Blindenschrift (s. „Computer-Braille“),
- die Kürzungen für „Jahrtausend“ und „Jahrzehnt“,
- die einheitliche Ankündigung aller Akzentbuchstaben mit Punkt 4.